25. April 2018
Wussten Sie, dass Ihr Hund ein Jäger und somit ein Karnivore ist?

Die Definition eines Karnivoren  (Fleischfresser)

Der Begriff Karnivore bezeichnet ein Tier, das sich von tierischen Produkten ernährt. Seine Ernährung besteht also im Wesentlichen aus Proteinen und Fett.

Kohlenhydrate sind dagegen keine essenziellen Bestandteile der Ernährung eines Karnivoren, selbst wenn er hohe körperliche Leistungen erbringen muss.
Karnivoren können ihren Bedarf an essenziellen Nährstoffen nur durch den Verzehr tierischer Produkte decken.

“Ihr Tier ist ein Jäger und kein Gärtner.”

Die Wildkatze (Felis silvestris) ernährt sich nahezu ausschließlich von gejagten Beutetieren, hauptsächlich von Kleinnagern und Vögeln.

Eine Studie über die Zusammensetzung der Nahrung wild lebender streunender Katzen (verwilderter Hauskatzen, die nicht von Menschen gefüttert werden) zeigt, dass Kleinsäuger (Mäuse, Wühlmäuse, Kaninchen etc.) 78 % der Jagdbeute repräsentieren.

Das Ernährungsverhalten „wild lebender“ Hunde (z. B. der australischen Dingos) ist deutlich vielseitiger als das wild lebender Katzen. Wie ihre Vorfahren, die Wölfe, ernähren sich wilde Hunde nicht ausschließlich von Tieren, die sie auf der Jagd erbeuten (Huftiere oder andere wild lebende Säugetiere), sondern auch von Aas und Früchten. In freier Wildbahn ist die Ernährung von Hunden also opportunistischer als die Ernährung von Katzen. Katzen werden daher oft als „strikte Karnivoren“ bezeichnet, während man bei Hunden von „opportunistischen“ oder „adaptiven“ Karnivoren spricht.